Leistungsschwäche bei Mitarbeitern als Herausforderung für Führungskräfte

Frau sitzt am Schreibtisch vor PC.

Der Umgang mit leistungsschwachen oder -unwilligen Mitarbeitern, die auch als „Low Performer“ bezeichnet werden, bringt Führungskräfte in eine schwierige Situation. Durch das Fehlen einer klaren gesetzlichen Definition, wann ein Arbeitnehmer als „Low Performer“ bezeichnet wird, herrscht bei vielen Führungskräften, die das erste Mal mit so einem Mitarbeiterverhalten konfrontiert sind, eine entsprechende Unsicherheit, wie sie sich verhalten sollen und können.

Warum „Low Performance“?

Allgemein bezieht sich der Begriff „Low Performance“ auf die Arbeitsleistung: Zu einer „Low Performance“ kommt es, wenn dauerhaft eine in Qualität und Quantität geringere Leistung erfolgt, als der Arbeitgeber erwartet. Damit geht für das Unternehmen unter Umständen auch ein wirtschaftlicher Verlust einher.

Zu trennen sind die Gründe, warum es zu einer Low Performance kommt: Hier gibt es einen Unterschied im Wollen und Können. Das Wollen bezieht sich auf Mitarbeiter, die aus Frust oder Unzufriedenheit ihre Leistung verringern, obwohl sie grundsätzlich leistungsfähiger wären. Die Leistungsmängel entstehen in diesem Fall verhaltensbedingt. Das Können betrifft Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Qualifikation oder aufgrund von Krankheit nicht in der Lage sind, dem Anspruch ihres Arbeitgebers weiterhin gerecht zu werden. Hier lässt sich die fehlende Leistung auf personenbedingte Faktoren zurückführen.

Folgen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Unabhängig von den Ursachen bringt der dauerhafte Leistungsabfall sowohl den Arbeitnehmer selbst als auch sein gesamtes Arbeitsumfeld in eine unangenehme Situation. Während der Mitarbeiter unzufrieden oder überfordert mit seinen Aufgaben ist, muss das Team oder die Abteilung die zusätzliche Belastung ausgleichen. So entsteht ein hohes Konfliktpotenzial und kann dem Arbeitsklima langfristig schaden.

Unser Weiterbildungsangebot

Doch wie lässt sich diese für alle Parteien belastende Situation am besten managen? Das BNW bietet zum Umgang mit leistungsschwachen oder -unwilligen Mitarbeitern Seminare an, in denen Führungskräfte und Personalverantwortliche Unterstützung erhalten. Larissa Buchholz, Leiterin der Personalabteilung bei Carl Köster & Louis Hapke GmbH & Co. KG, nahm an einem Seminar teil und schildert ihre Eindrücke:

Frau Buchholz, Was konnten Sie aus dem Seminar mitnehmen?

Low Performer bringen den Arbeitgeber in eine schwierige Situation. Oft ist unklar, welche rechtlichen Möglichkeiten das Unternehmen hat und worauf bei einer möglichen Kündigung geachtet werden muss. Hier wurden wir im Seminar zu arbeitsrechtlichen Standards geschult. Wir wurden mit umfangreichen Informationen versorgt, die wir im Nachgang an unserem Arbeitsplatz aufarbeiten konnten.

Wie empfanden Sie die Atmosphäre im Seminar?

Die Atmosphäre in den Seminaren gefiel mir sehr gut. Die Dozenten sind top, gerade weil sie oft selbst aus der Praxis kommen. Dadurch haben sie passende Fallbeispiele parat und verstehen die Problematiken, mit denen wir im Arbeitsalltag konfrontiert werden. Ich hatte das Gefühl, sie können sich gut in unsere Situation hineinversetzen. Zusätzlich war es für mich gewinnbringend, mit anderen Teilnehmern aus der Branche zu diskutieren und mich austauschen zu können. Im Seminar wurde dieser Austausch gefördert, indem wir uns immer wieder eigene Beispiele ausdenken sollten, um sie in der Gruppe zu besprechen. Vor allem bei der sensiblen Thematik im Umgang mit Low Performern war diese Offenheit zum persönlichen Austausch besonders wertvoll.

Haben Sie zuvor schon an einem anderen Seminar des BNW teilgenommen?

Ja, ich habe schon an mehreren Seminaren des BNW teilgenommen und war mehrheitlich sehr zufrieden. Die Seminare bezogen sich immer auf den Bereich Personal, beispielsweise Lohnbuchhaltung oder moderne Recruiting-Lösungen. Für unsere Mitarbeiter buchen wir aber auch Excel-Schulungen, die über ein Inhouse Training in unseren Räumlichkeiten durchgeführt werden. Aufmerksam auf das Angebot wurde ich über den Seminarkatalog und die Empfehlung meiner Vorgängerin, die auch BNW-Seminare besucht hat.

Weitere Informationen und Angebote zum Thema Arbeitsrecht finden Sie hier.

Foto: © Carl Köster & Louis Hapke GmbH & Co. KG

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