Wie du als Azubi früh an deiner Karriereplanung arbeiten kannst

Frau mit roter Mütze steht an Suspension Bridge

Du hast am 1. August eine Ausbildung begonnen? Glückwunsch – damit hast du einen einen qualitativ hochwertigen Bildungsweg eingeschlagen. Laut der Tagesschau, die im April über den neuen Berufsbildungsbericht informierte, steigt Chance, dass Azubis später vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden, weiter an. Es wurden fast dreiviertel der Auszubildenden nach ihrem Abschluss weiterbeschäftigt. Das ist ein neuer Anstieg, dieses Mal um sechs Prozent.

So weit so gut, jetzt sag uns bitte, wie du deinen weiteren Berufsweg geplant hast ..

 

Wie wird dein weiterer Berufsweg aussehen?

 

Das weißt du noch nicht genau? Macht nichts. Personalberater sagen, dass kaum ein Arbeitnehmer wirklich beantworten kann, welche langfristigen beruflichen Ziele er verfolgt. Ob Juniorreferent oder Führungskraft – alle scheuen im Vorstellungsgespräch die Frage „Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?“ Vielen wissen es schlichtweg nicht, und antworten dann mit auswendig gelernten Floskeln aus Ratgebern, um Ehrgeiz und Entwicklungspotenzial zu demonstrieren.

Wichtig ist einfach nur, selbst das Ruder in der Hand zu haben und mit einer Karriereplanung die eigene berufliche Entwicklung aktiv zu steuern. Dazu ist es hilfreich, wenn du dir ein paar Leitfragen stellst – und dann dranbleibst.

 

  • Welche Priorität hat der Job im Vergleich zu anderen Lebensbereichen?
  • Welche beruflichen Ziele will ich mittel- und langfristig erreichen?

Diese beiden Fragen helfen dir, einzuschätzen, wie viel Aufwand, Zeit und Leidenschaft deine Arbeit im Leben einnehmen soll. Du möchtest dich immer ein Stück weiterentwickeln? Dann solltest du schon ein wenig mehr Energie aufwenden, um dich gut einzuarbeiten und Entwicklungspotenziale wahrzunehmen. Dir sind Freizeit, Freunde und Hobbies wichtiger als eine tolle Visitenkarte? Dann benötigst du unter Umständen lediglich einen Job, der dein Leben finanziert. Dazu musst du keine stets nach oben führende Karriere machen. Du hast das Gefühl, du kannst und schaffst mehr als bisher? Dann suche dir Unterstützung von Bildungsexperten, die dich in beruflichen Entwicklungsprozessen begleiten. Du fühlst dich dagegen eher überfordert? Deine beruflichen Ziele waren vielleicht zu schnell und zu hoch gesteckt. Dann nimm deine Stärken und Fähigkeiten noch einmal kritisch in den Blick und treffe eine realistische Entscheidung.

 

Die nächste wichtige Frage lautet:

  • Wie sieht mein Karriereplan (grob) aus?

Bewährt hat sich eine eine Art Stufenmodell. Es eignet sich vor allem für Berufseinsteiger, die bestimmte Hierarchiestufen erreichen wollen. Für Auszubildende können zum Beispiel diese Stufen Teil eines Karriereplans sein: Ausbildung – Übernahme – Aufstieg – Kompetenzentwicklung, Weiterbildung – Beförderung. In dieser Infografik haben wir mögliche Bildungswege, ausgehend von einem Hauptschulabschluss aufgezeichnet:

 

Infografik Bildungswege

Zum Download einfach auf das Bild klicken

Für manche Menschen eignet sich das sehr strukturierte und strategische Vorgehen des Stufenmodells nicht so gut. Sie arbeiten lieber mit einer Mindmap. Darin werden Aufgaben, berufliche Ziele, die eigene Entwicklung, Gehalt, Work-Life-Balance und Arbeitszeitmodelle eingetragen. Wenn der Rahmen abgesteckt ist, lässt es sich mit der Mindmap im Hinterkopf gut auf Jobsuche gehen.

Für welche Planung du dich auch entscheidest, unsere generelle Empfehlung lautet: Bleibe stets flexibel. Es lohnt sich, für sich selbst wichtige Ziele festzulegen und zu wissen, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, um die Ziele zu erreichen. Wenn du das für dich geklärt hast, dann wähle einen geeigneten Zeitpunkt und sprich mit deinem Ausbilder über mögliche Entwicklungswege in der Firma. Bleibe dabei offen für Feedback. Wer sich allzu starr festlegt, ist nicht offen für Tipps von außen. Oder du übersiehst vielleicht eine einmalige Chance, die sich dir abseits des Weges auftut.

Wir hoffen, dass wir dich bei deiner Berufswegplanung unterstützen konnten und wünschen dir alles erdenklich Gute für deine Ausbildung und deinen Aufstieg.

Dein BNW Azubiguide

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