Ausbilden im eigenen Unternehmen? Mit der richtigen Vorbereitung klappt’s

Ausbilden im eigenen Unternehmen? Nur mit der richtigen Vorbereitung

Linda Prinz ist leitende Mitarbeiterin im Hautzentrum Hildesheim, einer dermatologischen Privatpraxis von Dr. med. Dagmar Hiepe-Wegener, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie. Innerhalb der Praxis ist sie verantwortlich für die Abteilung Medizinische Kosmetik und Ästhetik. Die Qualifikation zur Ausbilderin möchte Sie erwerben, da erstmalig eigene Kosmetikerinnen und Kosmetiker ausgebildet werden sollen.

Frau Prinz, was erhofft sich Ihre Hautarztpraxis von der Möglichkeit, selbstständig Kosmetikerinnen und Kosmetiker ausbilden zu können?

Uns geht es vor allem darum, den Aufwand der Suche nach geeigneten Kosmetikerinnen und Kosmetikern zu reduzieren und diese nicht von externen Schulen zu übernehmen, sondern die benötigten Kompetenzen langfristig bei uns Inhouse aufzubauen. Damit können wir eigene Schwerpunkte setzen, da wir oft das Problem haben, dass die staatlich anerkannten Schulen mehr die Kosmetik und weniger den medizinisch-dermatologischen Bereich in den Fokus nehmen. Insofern fehlt uns bisher die Möglichkeit, unsere Fachkräfte mit dem von uns gewünschten Schwerpunkt auszubilden.

Mit welchen Herausforderungen werden Sie als Ausbilderin zu kämpfen haben?

Ein großes Problem ist der Zeitfaktor. Ich empfinde es als große Herausforderung, neben den eigenen Aufgaben allen Auszubildenden individuell gerecht zu werden. Als Ausbilderin habe ich den Anspruch, mich entsprechend vorzubereiten und weiterbilden zu können. Nur, wenn ich mir das Wissen selbst sicher aneigne, kann ich es adäquat weitergeben. Insofern muss ich nicht nur operativ arbeiten, sondern auch viel koordinieren. Die Organisationsstruktur dafür muss sich erst einmal entwickeln.

Inwiefern wird das BNW Seminar Ihnen dabei helfen, diese Herausforderungen zu meistern?

Das Seminar hat mich an der Basis abgeholt und mir eine gute Grundlage vermittelt, auf der ich unser Ausbildungsprogramm aufbauen kann. Vor allem die juristischen Fragen konnte ich klären, das hat mir ein sicheres Gefühl gegeben. Auch die pädagogischen Inhalte kamen nicht zu kurz und haben mir geholfen, mich selbst zu strukturieren und einen „Fahrplan“ zu entwickeln. Daher war das Seminar für mich ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu meiner Ausbildertätigkeit. Ich freue mich darauf, auf diesem Weg die Entwicklung meines Unternehmens aktiv mitgestalten zu können. Dadurch, dass wir eine kleine Gruppe waren und das Seminar sehr dialogorientiert umgesetzt wurde, konnte ich mich gut austauschen, auch mit Vertretern aus anderen Branchen. Der Einblick in andere Strukturen und Prozesse bot für mich interessante Anregungen, die ich möglicherweise auch in meinen eigenen Arbeitsalltag integrieren kann.

Weitere Informationen zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung (AEVO) finden Sie hier.

Foto: © Linda Prinz

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